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Informationen zur Kunsttherapie

 

 

 

Mir selbst auf die Spur kommen – im kreativen Gestalten

Info_K_TherapiekAls kleines Kind haben wir alle gerne gemalt. Wir haben nicht an uns gezweifelt, wir wußten, dass wir es können. Leider wurden unsere Bilder damals nicht so richtig wertgeschätzt und wir nicht unterstützt und in unserem persönlichen Ausdrucksver- mögen gefördert.

In unserer Gesellschaft ist das freie kreative Gestalten mit Farben, Ton oder anderen Ausdrucksformen weit abgedrängt in den Bereich von Deko und Hobby oder wenigen Künstlern vorbehalten, die können (sollen), was wir selbst nicht können. Doch gerade in einer hochtechnisierten und leistungs- bezogenen Welt wie der unseren, in der wir in weiten Bereichen unseres Lebens von außen bestimmt und begrenzt werden, ist das freie Malen und Gestalten eine Möglichkeit, die eigene Kreativität zu entwickeln und verschiedene Seiten der eigenen Persönlichkeit zu entdecken.

Vielleicht stellen Sie zu Ihrem Erstaunen fest, dass Sie das Malen nicht verlernt haben, auch wenn Sie mit dem Satz „Ich kann gar nicht malen!“ angetreten sind. Ja, vielleicht ging es sogar ganz leicht. Und wenn Sie auf Schwierigkeiten stoßen, dann ist, anders als damals, nun jemand da, der Sie begleitet und unterstützt.

Die Kunsttherapie bietet einen offenen Raum von Akzeptanz und Verstehen. Über das freie Gestalten mit Farben, Papieren, Ton, Musik oder auch mit Worten, Stimme und Bewegung finden Menschen ihren eigenen kreativen Ausdruck. Oft fühlen sie sich schon gleich zu Beginn durch die einzelnen Materialien angesprochen und haben Lust, sie auszuprobieren.

Farben beispielsweise ermöglichen besonders den Ausdruck von Gefühlen und Empfindungen. Vielleicht wählen Sie helle oder dunkle, kalte oder warme oder eher leuchtende oder gedämpfte Farben. Beim Zeichnen mit Stiften können Sie variieren von zart bis kräftig, beim Malen mit Wasserfarben gibt es ein Spektrum von Möglichkeiten zwischen wässrig – zerfließend, trocken, pastos - dick oder dünn, miteinander vermischt, flächig und vieles mehr. Der Ton ist eine weiche, frei formbare Masse, in der jede Berührung eine Spur hinterlässt, wohingegen Speckstein Ihnen durch seine Festigkeit und vorgegebene Form mehr Widerstand entgegensetzt.

In der Kunsttherapie haben Sie die Möglichkeit sich durch den praktischen Umgang mit Materialien besser kennenzulernen.